Im Behandlungsraum fällt einem vieles nicht mehr ein, und Ihr Tier kann nicht erzählen, was ihm fehlt. Notieren Sie deshalb vorher, was Ihnen aufgefallen ist. Diese Liste sagt, worauf Sie achten können, vom Fressen bis zum Verhalten.
Der Anfang: Seit wann ist etwas anders, und kam es plötzlich oder nach und nach? Fressen und Trinken: Frisst Ihr Tier mehr, weniger oder anders als sonst? Trinkt es mehr oder weniger, und hat sich sein Gewicht verändert? Hat es etwas Ungewöhnliches gefressen oder erwischt, etwa beim Spaziergang, aus dem Müll oder aus einem Blumentopf? Auch ein Verdacht ist für die Praxis eine wichtige Angabe, selbst wenn Sie unsicher sind.
Kot, Urin und Erbrechen: Wie oft setzt Ihr Tier Kot oder Urin ab, und wie sehen beide aus, in Menge, Farbe und Festigkeit? Ist Blut oder Schleim zu sehen? Hat es Mühe beim Absetzen oder versucht es auffällig oft? Hat Ihr Tier erbrochen, wie oft, wann im Verhältnis zum Fressen, und wie sah es aus? Ein Foto ist hier kein Grund zur Scham, sondern oft die genaueste Beschreibung, die Sie der Praxis geben können.
Verhalten und Bewegung: Ist Ihr Tier müder oder unruhiger als sonst, zieht es sich zurück, sucht es mehr Nähe oder reagiert es gereizt auf Berührung? Hinkt es, wirkt es steif, meidet es Treppen oder Sprünge? Atmung: Hustet, niest oder atmet es anders als sonst, etwa schneller oder mit offenem Mund, wo es das sonst nicht tut? Notieren Sie auch, zu welcher Tageszeit und nach welcher Tätigkeit Ihnen etwas auffällt.
Belege: ein kurzes Video von dem, was sich beim Termin vielleicht nicht zeigt, etwa Hinken, Husten oder ein Anfall, und Fotos von auffälligen Stellen an Haut oder Fell. Was schon versucht wurde: Welche Mittel haben Sie schon gegeben, wie viel und wann? Was wurde danach besser oder schlechter? Das ist keine Beichte, sondern hilft der Praxis beim Einordnen und bewahrt Ihr Tier vor einer doppelten Gabe.
Welche Warnzeichen nicht warten sollten und wann Beobachten erst einmal reicht, lesen Sie unter Gesundheit.