Zecken, Flöhe, Würmer

Zecken: richtig absuchen, entfernen und vorbeugen

Zecken können Krankheiten übertragen, und sie sind längst nicht mehr nur im Sommer unterwegs. Mit ein paar Handgriffen und dem richtigen Mittel sind Sie gut vorbereitet – und mit einer Regel, die Katzen das Leben retten kann.

So schützen Sie Hund und Katze vor Zecken

Zecken können Borreliose, Anaplasmose und andere Krankheiten übertragen. Schutz beginnt mit dem Absuchen nach dem Spaziergang und endet beim richtigen Mittel für das richtige Tier.

Suchen Sie Ihr Tier nach jedem Spaziergang im Grünen ab, vor allem an Kopf, Ohren, Hals, Achseln, Bauch und zwischen den Zehen. Zecken sind vor dem Blutsaugen oft nur so groß wie ein Stecknadelkopf, deshalb hilft es, mit den Fingern gegen den Strich durchs Fell zu fahren. Je früher eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Risiko, dass sie Krankheiten überträgt. Auch bei Katzen mit Freigang lohnt der tägliche Blick.

Eine Zecke entfernen Sie mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhaken: nah an der Haut greifen und langsam herausziehen oder herausdrehen, ohne den Körper zu quetschen. Tragen Sie vorher kein Öl und keinen Klebstoff auf, das reizt die Zecke. Bleibt ein kleiner Rest in der Haut, ist das meist harmlos. Fragen Sie in der Praxis, wenn die Stelle sich entzündet oder Ihr Tier in den Wochen danach matt wirkt, Fieber hat oder lahmt.

Zum Vorbeugen gibt es Tropfen für den Nacken, Tabletten und Halsbänder. Welches Mittel passt, hängt von Ihrem Tier und seinem Alltag ab; Ihre Tierarztpraxis berät Sie dazu, und viele wirksame Mittel gibt es nur dort. Achten Sie beim Kauf auf die richtige Tierart und die passende Gewichtsklasse. Für Bernsteinketten und ähnliche Hausmittel gibt es keinen verlässlichen Nachweis, dass sie Zecken fernhalten.

Wichtig in Haushalten mit Katze: Manche Zeckenmittel für Hunde enthalten Wirkstoffe wie Permethrin, die für Katzen hochgiftig sind – schon kleine Mengen können zu Krämpfen führen. Geben Sie einer Katze nie ein Mittel für Hunde, und halten Sie sie von einem frisch behandelten Hund fern, so lange es die Packungsbeilage verlangt. Auch Teebaumöl und manche ätherischen Öle sind für Katzen gefährlich. Im Zweifel fragen Sie in der Praxis.

Ein Zeckenmittel gehört nur zu dem Tier, für das es gemacht ist.

Elara Anjali Sharma-Weiss

Absuchen, entfernen, richtig schützen

Wer nach jedem Spaziergang kurz nachsieht und das passende Mittel wählt, macht es Zecken deutlich schwerer.