Hunde verstehen uns erstaunlich gut, wenn wir ihnen dieselbe Sache immer auf dieselbe Weise sagen. Vier Gewohnheiten machen Ihre Signale deutlich klarer – und sie kosten nicht mehr Zeit, nur ein wenig mehr Aufmerksamkeit im Alltag.
Legen Sie für jede Handlung genau ein Wort fest, und halten Sie sich in der ganzen Familie daran. Sagt der eine „Platz“, die andere „Leg dich hin“ und das Kind „Runter“ – womöglich auch, wenn der Hund vom Sofa soll –, muss Ihr Hund raten. Und Raten sieht von außen aus wie Nicht-Hören. Hilfreich ist eine kleine, gut sichtbare Liste am Kühlschrank: welches Wort wofür steht, damit alle dieselbe Sprache sprechen.
Ihr Hund liest Ihren Körper, bevor er Ihre Worte hört. Beugen Sie sich beim Rufen nach vorn oder gehen auf ihn zu, kann das wie Druck wirken; drehen Sie sich leicht weg oder gehen in die Hocke, lädt das zum Kommen ein. Achten Sie darauf, dass Körper und Wort dasselbe sagen. Viele Hunde lernen ein Handzeichen sogar schneller als ein Wort – nutzen Sie beides, dann versteht Ihr Hund Sie auch dort, wo es laut ist.
Sagen Sie ein Signal einmal, freundlich, und geben Sie Ihrem Hund einen Moment. Wer „Sitz, Sitz, SITZ“ ruft, bringt ihm bei, dass erst das dritte gilt. Belohnen Sie in der Sekunde, in der er es richtig macht – ein Leckerli, das eine Minute später kommt, belohnt etwas anderes. Ein kurzes Lobwort wie „Fein“ genau im richtigen Moment hilft Ihrem Hund, die Belohnung genau mit dem richtigen Verhalten zu verbinden.
Üben Sie zuerst dort, wo wenig los ist, und steigern Sie die Ablenkung erst, wenn es sicher klappt: Wohnzimmer, Garten, ruhige Straße – und erst dann die Wiese mit anderen Hunden. Geht es einmal nicht, gehen Sie einen Schritt zurück, statt das Signal zu wiederholen. Kurze Übungen von zwei, drei Minuten bringen meist mehr als eine lange Stunde, nach der Hund und Mensch müde sind. Hören Sie auf, solange es noch Spaß macht.
Wann Hilfe von außen sinnvoll ist und woran Sie eine gute Hundeschule erkennen, lesen Sie im Ratgeber Hund.