Unverträglichkeit und Futterwechsel

Futter wechseln: wann es sinnvoll ist und wie es gelingt

Verträgt Ihr Hund sein Futter nicht, oder passt es nicht mehr zu seiner Lebensphase? Ein Wechsel kann genau richtig sein – oder ein Problem nur verschieben. Hier lesen Sie, wann er sich lohnt und wie Sie ihn behutsam angehen.

Wann wechseln – und wie Sie es behutsam tun

Nicht jedes Bauchgrummeln liegt am Futter, und nicht jeder Wechsel löst ein Problem. Entscheidend sind ein guter Grund, genug Zeit und ein wacher Blick auf Ihren Hund.

Ein Wechsel ist sinnvoll, wenn sich die Lebensphase ändert, wenn das Gewicht nicht mehr stimmt, wenn Ihr Hund sein Futter dauerhaft schlecht verträgt oder wenn Ihre Tierarztpraxis ihn empfiehlt. Häufiges Wechseln ohne Anlass bringt dagegen oft mehr Unruhe in den Bauch als Gewinn, denn der Darm Ihres Hundes gewöhnt sich an sein Futter. Wer die Sorte trotzdem wechseln möchte, etwa für etwas Abwechslung, tut es besser selten und immer schrittweise.

Nehmen Sie sich für den Wechsel etwa eine Woche Zeit, bei empfindlichen Hunden auch zwei. Mischen Sie in den ersten Tagen etwa ein Viertel des neuen Futters unter das gewohnte, dann die Hälfte, dann drei Viertel, bis nur noch das neue im Napf liegt. Wird der Kot weich, gehen Sie einen Schritt zurück und dann langsamer weiter. Das gilt auch für Leckerli und Kauartikel, die neu dazukommen: lieber wenig und nach und nach.

Kommen zu weichem Kot Blut, Erbrechen, Mattigkeit oder Fieber dazu, gehört Ihr Hund in die Praxis – das hat dann nichts mehr mit Gewöhnung zu tun. Auch Durchfall, der länger als einen Tag anhält, sollte angesehen werden, bei Welpen und kleinen Hunden schon früher, weil sie schneller austrocknen. Wechseln Sie in dieser Lage nicht zusätzlich das Futter, bevor klar ist, was dahintersteckt. Frisches Wasser sollte immer bereitstehen.

Juckreiz, wiederkehrender Durchfall oder Erbrechen können viele Ursachen haben, nicht nur das Futter. Ob eine Unverträglichkeit dahintersteckt, klärt die Tierarztpraxis meist mit einer Ausschlussdiät: mehrere Wochen lang ein Futter mit einer Eiweißquelle, die Ihr Hund noch nie bekommen hat, oder mit aufgespaltenem Eiweiß – und sonst nichts, kein Leckerli, kein Kauartikel. Danach zeigt ein gezielter Test mit dem alten Futter, ob es daran lag.

Eine Woche Geduld beim Futterwechsel erspart dem Bauch viel Unruhe.

Elara Anjali Sharma-Weiss

Langsam wechseln, genau hinsehen

Mit Geduld beim Wechsel und einem wachen Blick auf den Kot merken Sie früh, ob das neue Futter passt.