Nicht jede Frage lösen Sie allein, und das müssen Sie auch nicht. Eine gute Hundeschule übt mit Ihnen beiden – mit Ihnen und mit Ihrem Hund. Hier lesen Sie, wann Hilfe von außen sinnvoll ist und woran Sie gutes Training erkennen.
Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie trotz Übung nicht weiterkommen oder wenn ein Verhalten gefährlich werden kann – etwa ein Rückruf, der an der Straße nicht hält. Auch ein Welpe profitiert von einer guten Welpengruppe, in der er andere Hunde, fremde Menschen und neue Geräusche in Ruhe kennenlernt. Je früher Sie mit guter Anleitung üben, desto weniger muss später mühsam umgelernt werden – für Sie beide.
Zeigt Ihr Hund Angst, knurrt, schnappt oder beißt, ist eine Verhaltensberatung im Einzeltraining oft der bessere erste Schritt als ein Gruppenkurs. Dort bleibt Zeit, die Ursache zu verstehen und einen Plan zu entwickeln, der zu Ihrem Alltag passt, statt nur das Verhalten zu unterdrücken. Hat sich das Verhalten plötzlich verändert, lassen Sie Ihren Hund zuerst in der Tierarztpraxis ansehen: Schmerzen machen viele Hunde gereizt oder ängstlich.
Eine gute Hundeschule arbeitet mit Belohnung statt mit Druck. Die Gruppen sind klein, wer trainiert, erklärt Ihnen, warum eine Übung so aufgebaut ist, und schaut auf Ihren Hund, statt ein Programm für alle abzuspulen. Pausen gehören dazu, und ein Hund, der überfordert wirkt, darf aussetzen. Wer gut trainiert, spricht offen darüber, wie er arbeitet. Nach jeder Stunde sollten Sie wissen, was Sie zu Hause üben – und warum.
Hellhörig werden sollten Sie, wenn mit Leinenruck, Würge- oder Stachelhalsband, Wasserspritze, Wurfkette oder anderen Schreckreizen gearbeitet wird, oder wenn von „Rangordnung“ und „Dominanz“ die Rede ist. Solche Methoden unterdrücken Verhalten, statt es zu verändern, und können Angst verstärken. Schauen Sie deshalb eine Stunde zu, bevor Sie buchen: Wie geht es den Hunden dort – und wie den Menschen?
Warum ein Hund manchmal nicht hört und wie Sie Signale klarer machen, lesen Sie in den anderen Hunde-Ratgebern.