Im Handel gibt es viel Futter für Kleintiere, das bunt aussieht und wenig taugt. Manches schadet sogar, und oft gerade das, was die Tiere am liebsten fressen. Welche Fallen im Regal stehen und was Degus und Hamster besonders brauchen.
Viele Mischfutter, Pellets und Knabberstangen enthalten Getreide, Zucker oder Honig. Für Kaninchen und Meerschweinchen sind sie zu gehaltvoll: Sie machen schnell satt, sodass weniger Heu gefressen wird, und begünstigen Übergewicht, Zahn- und Verdauungsprobleme. Wer auf Heu und frisches Grün setzt, braucht solches Futter in der Regel nicht. Lesen Sie vor dem Kauf die Zutatenliste: Was vorne steht, ist am meisten enthalten.
Auch viele Leckerli wie Joghurtdrops, Kräcker oder bunte Ringe gehören nicht in den Napf von Kaninchen und Meerschweinchen. Sie enthalten oft Zucker, Milchbestandteile oder Getreide, die ihre Verdauung belasten. Als Belohnung eignen sich besser ein Blatt Petersilie, ein Stück Möhre oder ein Zweig von einem ungespritzten Apfelbaum, den sie ausgiebig benagen können. Weniger ist hier mehr, auch bei gesunden Leckerli.
Andere Kleintiere haben eigene Regeln. Degus vertragen keinen Zucker, auch kein süßes Obst, weil sie leicht an Diabetes erkranken. Hamster fressen neben Körnern und Grünem auch etwas tierisches Eiweiß. Rennmäuse, Ratten und Chinchillas haben wieder andere Bedürfnisse. Informieren Sie sich vor dem Einzug genau über die Art, die bei Ihnen leben soll, und füttern Sie nicht nach Gefühl. Im Zweifel fragen Sie Ihre Tierarztpraxis.
Giftig sind viele Zimmer- und Gartenpflanzen, und auch Reste vom eigenen Tisch gehören nicht in den Napf: Brot, Süßes, Gewürztes und Milchprodukte. Stellen Sie Futter immer langsam und in kleinen Schritten um. Und frisst ein Kaninchen oder Meerschweinchen nicht mehr, gehört es noch am selben Tag in die Tierarztpraxis, denn bei diesen Tieren kann ein Stillstand der Verdauung schnell lebensbedrohlich werden.
Woran Sie Beschwerden früh erkennen und wann Ihr Tier zum Tierarzt gehört, lesen Sie unter Gesundheit.