Außerhalb der EU legt jedes Land seine eigenen Regeln für Tiere fest, und manche Schritte brauchen Wochen oder Monate. Das gilt für die Einreise dort und genauso für den Rückweg in die EU. Wer früh fragt, hat für alles genug Zeit.
Viele Länder außerhalb der EU verlangen ein Gesundheitszeugnis, das eine Tierarztpraxis kurz vor der Abreise ausstellt, manche zusätzlich eine amtliche Bestätigung oder eine Einfuhrgenehmigung. Einige Länder schreiben eine Quarantäne vor, die Wochen dauern kann. Was genau gilt, sagen die Botschaft oder die zuständigen Behörden des Reiselandes. Fragen Sie dort zuerst, bevor Sie Flug und Unterkunft buchen.
Auch der Weg hat eigene Regeln. Fluggesellschaften und Fähren legen selbst fest, ob ein Tier mitdarf, wie groß die Box sein muss und ob es in der Kabine oder im Frachtraum reist. Manche nehmen bestimmte Rassen nicht mit oder befördern bei großer Hitze gar keine Tiere. Klären Sie das vor der Buchung und lassen Sie sich die Zusage schriftlich geben, damit am Schalter am Reisetag keine Überraschung auf Sie wartet.
Denken Sie auch an die Rückkehr. Aus manchen Ländern darf ein Tier nur wieder in die EU, wenn eine Blutuntersuchung zeigt, dass die Tollwutimpfung wirkt. Die Probe wird frühestens 30 Tage nach der Impfung genommen, danach gilt in der Regel eine Wartezeit von drei Monaten. Wird die Untersuchung schon vor der Abreise gemacht und im Ausweis eingetragen, entfällt diese Wartezeit bei der Rückkehr, und Ihr Tier kann mit Ihnen zurückreisen.
Fangen Sie deshalb Monate vor der Reise an: mit einer Anfrage bei der Botschaft, einem Termin in Ihrer Tierarztpraxis und einem Blick in die Bedingungen der Fluggesellschaft. Und stellen Sie sich ehrlich die Frage, ob diese Reise auch Ihrem Tier guttut. Lange Flüge, fremdes Klima und Wochen in Quarantäne sind für jedes Tier viel verlangt. Manchmal ist die beste Lösung, dass Ihr Tier zu Hause bleibt, gut betreut.
Tiersitter, Tierpension oder Nachbarschaft: welche Betreuung passt, wenn Ihr Tier zu Hause bleibt.