Zecken, Flöhe, Würmer

Flöhe erkennen – und die Wohnung mitbehandeln

Wer einen Floh sieht, hat meist schon viele im Haus. Denn die meisten leben nicht auf dem Tier, sondern als Eier, Larven und Puppen in seiner Umgebung – in Körbchen, Teppichen und Polstern. Darum braucht es mehr als eine Behandlung.

Woran Sie Flöhe erkennen und was dann zu tun ist

Flöhe sind lästig, können Allergien auslösen und Bandwürmer übertragen. Mit einem einfachen Test finden Sie heraus, ob Ihr Tier betroffen ist – und dann zählt vor allem Geduld.

Häufiges Kratzen, Knabbern am Rücken und am Schwanzansatz oder kleine schwarze Krümel im Fell sind typische Zeichen. Ein einfacher Test: Kämmen Sie Ihr Tier mit einem feinen Kamm über einem feuchten weißen Tuch aus. Färben sich die Krümel rötlich, ist es Flohkot, also verdautes Blut. Manche Tiere reagieren allergisch auf den Speichel der Flöhe und kratzen sich dann besonders stark. Andere kratzen sich kaum – der Kammtest hilft auch dann.

Behandeln Sie alle Hunde und Katzen im Haushalt gleichzeitig, auch die, die sich nicht kratzen, denn Flöhe wechseln leicht von einem Tier zum anderen. Verwenden Sie für jedes Tier ein Mittel, das für seine Tierart und sein Gewicht gedacht ist – auch hier gilt: Manche Hundemittel sind für Katzen giftig. Ihre Tierarztpraxis rät Ihnen, welches Mittel für Ihre Tiere passt. Halsbänder, Tropfen und Tabletten wirken unterschiedlich lange.

Waschen Sie Decken und Kissen heiß, saugen Sie Teppiche, Polster und Ritzen gründlich und entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel gleich danach. Weil Eier und Larven in der Umgebung weiterleben, dauert es oft mehrere Wochen, bis ein Befall wirklich vorbei ist. Behandeln Sie deshalb so lange weiter, wie es Ihre Praxis rät, auch wenn Sie keine Flöhe mehr sehen. Umgebungssprays verwenden Sie nur nach Rat der Praxis, manche sind für Katzen gefährlich.

Flöhe können Bandwürmer übertragen, wenn Ihr Tier beim Putzen einen verschluckt. Nach einem Flohbefall ist deshalb oft auch eine Wurmkur sinnvoll – fragen Sie in der Praxis danach. Weil Flöhe auch Menschen stechen können, lohnt es sich, einen Befall ernst zu nehmen. Regelmäßiger Schutz, gerade im Sommer und Herbst, beugt einem neuen Befall vor. Auch reine Wohnungstiere können Flöhe bekommen, etwa über andere Tiere im Haus.

Flöhe besiegt man nicht am Tier allein, sondern auch in der Wohnung.

Elara Anjali Sharma-Weiss

Tier und Wohnung gemeinsam behandeln

Wer alle Tiere und die Umgebung zugleich behandelt und dranbleibt, beendet einen Befall deutlich schneller.