Nicht nur das Futter, auch das Füttern selbst darf sich im Alter ändern. Kleine Anpassungen bei Menge, Rhythmus und Wasser machen die Mahlzeit für ein älteres Tier leichter – und helfen Ihnen, Veränderungen früh zu bemerken.
Wiegen Sie Ihr Tier regelmäßig, etwa einmal im Monat, und passen Sie die Menge an. Die Fütterungsempfehlung auf der Packung ist ein Ausgangspunkt; wie viel Ihr Tier wirklich braucht, zeigt die Waage. Denken Sie auch an Leckerli und Reste vom Tisch – sie zählen mit. Kleine Hunde und Katzen können Sie auf der eigenen Waage wiegen: erst mit dem Tier auf dem Arm, dann ohne. Schreiben Sie das Gewicht auf, dann sehen Sie Veränderungen früh.
Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag sind für viele ältere Tiere angenehmer als eine große, weil sie den Magen weniger belasten. Frisches Wasser sollte immer leicht erreichbar sein; Katzen trinken oft lieber an mehreren Stellen in der Wohnung, etwas entfernt vom Futter. Achten Sie darauf, ob Ihr Tier plötzlich deutlich mehr oder weniger trinkt – beides ist ein guter Grund, es in der Praxis ansehen zu lassen.
Füttern Sie möglichst zu festen Zeiten am gewohnten Platz. Routine gibt älteren Tieren Sicherheit, gerade wenn Augen und Ohren nachlassen. Stellen Sie Napf und Wasser dorthin, wo Ihr Tier ohne Mühe hinkommt – eine Katze, die nicht mehr gern springt, frisst lieber auf dem Boden als auf der Fensterbank. Und ein ruhiger Platz, an dem niemand drängelt, hilft besonders in Haushalten mit mehreren Tieren.
Belohnungen bleiben auch im Alter wichtig, beim Üben wie im Alltag. Nehmen Sie dafür kleinere und weichere Stücke oder einen Teil der Tagesration, damit das Gewicht stimmt und die Zähne nicht leiden. Ein älteres Tier freut sich über eine Belohnung genauso wie früher – oft sogar mehr, weil sie ihm zeigt, dass es noch immer alles richtig macht. Und Belohnung heißt nicht nur Futter: Ein ruhiges Lob oder eine Streicheleinheit zählen genauso.
Woran Sie erkennen, ob hinter weniger Appetit Schmerzen stecken, lesen Sie unter Älter werdendes Tier.