Ein Hund braucht nicht sein ganzes Leben lang dasselbe Futter. Wer weiß, woran sich der Bedarf verschiebt – mit dem Alter, der Größe und der Bewegung –, merkt früher, wann das bisherige Futter nicht mehr zu seinem Hund passt.
Welpen wachsen, und ihr Futter muss für das Wachstum gemacht sein – auf der Packung steht dann etwa „für Welpen“ oder „für alle Lebensphasen“. Bei großen Rassen kommt es besonders darauf an, dass sie gleichmäßig und nicht zu schnell wachsen: Zu viel Energie und zu viel Kalzium belasten die wachsenden Knochen. Geben Sie einem großen Welpen deshalb kein zusätzliches Kalzium, wenn Ihre Tierarztpraxis es nicht ausdrücklich rät.
Ältere Hunde bewegen sich oft weniger und brauchen dann weniger Energie – weniger Energie heißt aber nicht weniger gutes Eiweiß, denn auch im Alter will die Muskulatur versorgt sein. Ob ein Seniorfutter sinnvoll ist, entscheidet nicht das Alter auf dem Papier, sondern das Gewicht, die Bewegung und die Gesundheit Ihres Hundes. Hat er eine Erkrankung, etwa an den Nieren, bespricht die Praxis mit Ihnen, was er braucht.
Auch die Größe verschiebt den Bedarf: Kleine Hunde brauchen im Verhältnis zu ihrem Gewicht deutlich mehr Energie als große, weil ihr Stoffwechsel schneller läuft. Große Hunde wachsen dagegen länger und tragen im Alter mehr Gewicht auf den Gelenken, deshalb lohnt bei ihnen der Blick auf eine schlanke Figur besonders. Futter, das ausdrücklich für kleine oder große Rassen gemacht ist, soll das berücksichtigen.
Ein Hund, der täglich lange läuft, arbeitet oder Sport treibt, braucht mehr Energie als einer, der den Tag gemütlich verbringt – und nach einer Kastration sinkt der Bedarf bei vielen Hunden spürbar. Ob die Menge passt, sehen Sie am besten, wenn Sie Ihren Hund regelmäßig wiegen und auf seine Figur achten. Verändert sich das Gewicht, passen Sie die Menge in kleinen Schritten an und geben Sie dem Körper ein paar Wochen Zeit.
Wer die Lebensphase seines Hundes im Blick behält, merkt rechtzeitig, wann Menge oder Futter sich ändern sollten.