Kaninchen können gut in der Wohnung leben, wenn die Wohnung für sie eingerichtet ist. Dafür braucht es weniger Anschaffungen als Umsicht: Halt unter den Pfoten, sichere Kabel, keine giftigen Pflanzen und einen Platz zum Verstecken.
Ein großes Gehege oder ein ganzes, kaninchensicheres Zimmer gibt Ihren Tieren den Platz, den sie brauchen; auch in der Wohnung gelten mindestens sechs Quadratmeter für zwei Tiere. Glatte Böden wie Fliesen oder Laminat sind für Kaninchenpfoten rutschig. Teppiche, Läufer oder rutschfeste Matten geben ihnen Halt und machen das Rennen sicherer, und waschbare Unterlagen erleichtern Ihnen das tägliche Saubermachen.
Kaninchen erkunden mit den Zähnen. Führen Sie Kabel außer Reichweite oder schützen Sie sie mit Kabelkanälen, stellen Sie Zimmerpflanzen weg, denn viele sind für Kaninchen giftig, und sichern Sie Stellen, an denen sie an Möbeln, Türrahmen oder Tapeten nagen könnten. Kleine Gegenstände, Schnüre und Plastik gehören vom Boden. Bieten Sie stattdessen Zweige von ungespritzten Apfel- oder Birnbäumen zum Nagen an.
Viele Kaninchen werden erstaunlich sauber, wenn ihre Toilette dort steht, wo sie sich selbst eine Ecke ausgesucht haben. Eine flache Schale mit Einstreu aus Holz, Papier oder Stroh und etwas Heu darüber lädt sie ein. Ein Karton mit zwei Türen, ein Tunnel oder ein Platz unter einem Tisch dient als Rückzugsort, an dem sie niemand stört, auch keine Kinder und keine anderen Haustiere. Je ein solcher Platz pro Tier ist ideal.
Bedenken Sie den Tagesrhythmus: Kaninchen sind vor allem morgens und abends aktiv, dann wollen sie rennen, graben und erkunden. Planen Sie den gemeinsamen Freilauf möglichst zu diesen Zeiten, und lassen Sie sie tagsüber in Ruhe. Hitze vertragen Kaninchen schlecht, ein Platz am Heizkörper oder in der prallen Sonne am Fenster ist deshalb ungeeignet. Ein heller, kühler Raum ohne Zugluft passt besser zu ihnen.
Woran Sie Beschwerden früh erkennen und wann Ihr Tier zum Tierarzt gehört, lesen Sie unter Gesundheit.