Schmerz im Alter ist kein Schicksal, das Ihr Tier aushalten muss. Er lässt sich behandeln – und zu Hause können Sie viel dazu beitragen. Hier lesen Sie, was der erste Schritt ist, was Sie auf keinen Fall tun sollten und was im Alltag hilft.
Vermuten Sie Schmerzen, lassen Sie Ihr Tier in der Tierarztpraxis untersuchen. Hilfreich ist ein kurzes Video vom Aufstehen, vom Treppensteigen oder vom Sprung aufs Sofa: In der Praxis zeigen viele Tiere vor Aufregung gar nicht, was zu Hause auffällt. Notieren Sie sich außerdem, seit wann Ihnen etwas auffällt und wobei – das hilft der Praxis, die Ursache zu finden. Bringen Sie auch mit, welche Mittel Ihr Tier bereits bekommt.
Geben Sie niemals Schmerzmittel aus Ihrer eigenen Hausapotheke. Manche Mittel, die Menschen helfen, sind für Hunde und besonders für Katzen giftig – schon in kleinen Mengen. Auch Reste eines früheren Tiermedikaments gehören nicht ohne Rücksprache in den Napf: Dosis und Wirkstoff müssen zu Ihrem Tier und seinem heutigen Zustand passen, etwa zu Nieren und Leber. Im Zweifel rufen Sie in der Praxis an, bevor Sie etwas geben.
Die Behandlung stimmt die Praxis auf Ihr Tier ab. Neben Medikamenten gibt es oft weitere Wege, etwa ein angepasstes Gewicht, sanfte Bewegung oder Physiotherapie. Geben Sie der Behandlung Zeit, und beobachten Sie weiter, wie Ihr Tier sich bewegt, frisst und schläft – Ihre Beobachtungen zeigen, ob sie wirkt, und helfen der Praxis, sie wenn nötig anzupassen. Manche Behandlungen brauchen einige Wochen, bis sie ihre volle Wirkung zeigen.
Zu Hause helfen kleine Dinge: rutschfeste Teppiche auf glatten Böden, eine Rampe oder Stufe zum Lieblingsplatz, ein Katzenklo mit niedrigem Einstieg und ein weicher, warmer Liegeplatz ohne Zugluft. Heben Sie Ihr Tier behutsam hoch, mit einer Hand unter der Brust und einer unter dem Hinterteil, statt es an den Vorderbeinen hochzuziehen. So vermeiden Sie Schmerz, wo er sich im Alltag leicht vermeiden lässt.
Woran Sie Schmerzen bei Hund und Katze im Alltag erkennen, lesen Sie unter Älter werdendes Tier.