Zusammenführen

Tiere zusammenführen: behutsam und ohne Streit

Ein neuer Partner ist ein Gewinn, aber das Kennenlernen braucht Zeit und einen guten Ort. Mit etwas Vorbereitung gelingt es meist ohne Verletzungen. Was vorher geklärt sein sollte, wo Sie zusammenführen und wann Sie eingreifen.

Neutraler Boden, viel Platz und genug Geduld

Beim Zusammenführen klären die Tiere, wer sie füreinander sind. Ihre Aufgabe ist es, dafür gute Bedingungen zu schaffen und zu erkennen, wann aus Rangeln Ernst wird.

Lassen Sie ein neues Tier vorher in der Tierarztpraxis untersuchen, damit keine Krankheit in die Gruppe kommt; bei Kaninchen gehört der Impfschutz dazu. Kastrierte Männchen können noch einige Wochen zeugungsfähig sein. Fragen Sie, ab wann sie zu Weibchen dürfen, und planen Sie das Zusammenführen erst danach. Eine kurze Zeit getrennt, aber in Hör- und Riechweite, kann das erste Kennenlernen erleichtern.

Zusammengeführt wird auf neutralem Boden, den keines der Tiere als sein Revier kennt, und mit genug Platz, um sich aus dem Weg zu gehen. Stellen Sie mehrere Futter- und Heuplätze auf und Verstecke mit zwei Ausgängen, damit kein Tier in die Enge gerät. Ein Raum, den die Tiere noch nie betreten haben, oder ein frisch gereinigtes, neu eingerichtetes Gehege eignet sich dafür. Entfernen Sie Dinge, die schon nach einem der Tiere riechen.

Jagen, Aufreiten und kurzes Rangeln gehören dazu, so klären die Tiere ihre Rangordnung. Das kann einige Stunden, bei manchen Tieren auch mehrere Tage dauern. Bleiben Sie in der Nähe, aber mischen Sie sich nicht bei jedem Streit ein, denn ein ständig unterbrochenes Kennenlernen beginnt immer wieder von vorn. Ruhe im Raum hilft mehr als gutes Zureden und Eingreifen. Erst wenn Ruhe eingekehrt ist, ziehen die Tiere gemeinsam ins gereinigte Gehege.

Eingreifen sollten Sie, wenn Blut fließt, ein Tier sich festbeißt oder eines dauerhaft gehetzt wird und keine Ruhe findet: Trennen Sie die Tiere dann, zum Beispiel mit einem Brett oder Handtuch statt mit bloßen Händen, und versuchen Sie es später langsamer, im Zweifel mit Rat der Tierarztpraxis. Wenn sich die Tiere entspannt nebeneinander hinlegen und gegenseitig putzen, ist das Schwierigste geschafft.

Beim Zusammenführen gewinnt, wer Zeit hat. Den Rest regeln die Tiere.

Liam David O'Connell-Peterson

  • AutorLiam David O'Connell-PetersonThe Product Excellence Forge

Wie geht es Ihren Tieren danach?

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