Kennzeichnung

Wann ein Hinweis auf Werbung im Beitrag stehen muss

Werbung ist nicht verboten, aber sie muss sich zu erkennen geben. Das gilt für Anzeigen, für bezahlte Hervorhebungen und für jeden Text, den jemand bezahlt hat. Hier lesen Sie, wann ein Hinweis auf Werbung nötig ist und wie Sie selbst darauf achten.

Bezahlter Inhalt muss sich zu erkennen geben

Die Regel ist einfach: Wo jemand dafür bezahlt hat, dass etwas gezeigt oder geschrieben wird, müssen Sie das erkennen können. Sonst wird aus Werbung eine Täuschung.

Für alle, die im Netz schreiben, gilt dieselbe Grundregel: Werbung muss als Werbung erkennbar sein. Hat ein Anbieter für einen Text, ein Bild oder eine Erwähnung bezahlt oder etwas dafür gegeben, darf das nicht versteckt werden. Der Hinweis gehört dorthin, wo Sie ihn sehen, bevor Sie sich ein Urteil bilden – nicht klein ans Ende, wo ihn kaum jemand liest.

Bei den Pfoten Profis betrifft das vor allem die Pakete, mit denen Betriebe ihren Eintrag sichtbarer machen. Was bezahlt ist, bleibt als solches erkennbar. Unsere Beiträge dagegen sind nicht bezahlt: Wer einen Rat liest, soll wissen, dass ihn niemand bezahlt hat. Ein Beitrag, der gegen Bezahlung entstünde, wäre für uns kein Ratgeber mehr, sondern Werbung – und müsste auch so heißen.

Achten Sie im Netz auf Wörter wie „Anzeige“, „Werbung“, „gesponsert“ oder „in Zusammenarbeit mit“. Sie zeigen, dass jemand für die Darstellung bezahlt hat. Auch Rabattcodes und Links, an denen der Schreibende verdient, sind ein Zeichen. Das macht einen Text nicht wertlos, aber Sie lesen ihn besser mit einer Frage im Hinterkopf: Wer verdient daran, dass ich das glaube?

Besonders vorsichtig sollten Sie bei Gesundheitsversprechen sein. Ein Futter oder ein Pflegemittel darf nicht versprechen, eine Krankheit zu heilen; das dürfen nur Arzneimittel, die dafür geprüft und zugelassen sind. Liest sich eine Anzeige wie ein medizinischer Rat, fragen Sie in Ihrer Tierarztpraxis nach. Und fällt Ihnen bei uns etwas auf, das Werbung ist, ohne es zu sagen, melden Sie es uns.

Gute Werbung verliert nichts, wenn sie sich zu erkennen gibt.

Elara Anjali Sharma-Weiss

Erst erkennen, wer zahlt, dann glauben

Wer auf die Kennzeichnung achtet, liest Werbung mit offenen Augen und lässt sich keinen Rat verkaufen.