Eine Antwort, die für jede Katze stimmt, gibt es nicht. Ob Ihre Katze drinnen bleibt oder hinausgeht, hängt von Ihrer Umgebung ab, von Ihrer Katze selbst und davon, was Sie ihr drinnen bieten können. Drei Fragen helfen bei der Entscheidung.
Die erste Frage gilt Ihrer Umgebung. Eine stark befahrene Straße in der Nähe gehört für Freigänger zu den größten Gefahren, auch für Katzen, die sich vorsichtig bewegen. Wo es ruhig ist, Gärten oder Felder angrenzen und kaum Verkehr herrscht, kann Freigang ein Gewinn an Bewegung, Abwechslung und Jagd sein. Sehen Sie sich die Umgebung zu verschiedenen Tageszeiten an, denn im Berufsverkehr und nachts sieht sie anders aus.
Die zweite Frage gilt Ihrer Katze. Eine Katze, die lange draußen gelebt hat, gewöhnt sich oft schwer an ein Leben nur in der Wohnung. Eine Katze, die nie draußen war, kann drinnen zufrieden leben, wenn sie dort genug zu tun hat. Auch Alter und Gesundheit spielen mit: Eine sehr alte, kranke oder taube Katze ist draußen stärker gefährdet. Besprechen Sie das im Zweifel mit Ihrer Tierarztpraxis, bevor Sie sich entscheiden.
Geht Ihre Katze hinaus, braucht sie vorher einiges: einen Mikrochip und die Registrierung in einem Haustierregister, damit sie zu Ihnen zurückfindet, einen Impfschutz, den Sie mit der Tierarztpraxis abstimmen, und die Kastration, die vielerorts für Freigänger sogar vorgeschrieben ist. Lassen Sie eine neu eingezogene Katze erst nach einigen Wochen hinaus, wenn sie ihr Zuhause kennt, und beginnen Sie mit kurzen Ausflügen.
Bleibt Ihre Katze drinnen, liegt die Aufgabe bei Ihnen: die Wohnung so einzurichten, dass Ihre Katze dort Revier, Beute und Ruhe findet. Dazu gehören Kratz- und Kletterplätze, Aussicht aus dem Fenster und tägliches Spiel. Ein gesicherter Balkon oder ein Netz vor dem Fenster schenkt frische Luft ohne die Gefahren der Straße. Manche Halter wählen einen Mittelweg und sichern ihren Garten so, dass die Katze ihn nicht verlassen kann.
Welche Impfungen und welcher Schutz vor Zecken für Freigänger wichtig sind, lesen Sie unter Gesundheit.