Viele Einträge sind noch kein gutes Verzeichnis
Eine abgeschriebene Liste wirkt vollständig. Ob ihre Angaben noch stimmen, wer sie gesammelt hat und ob man sie verwenden darf, sieht man ihr aber nicht an.
Hinter jedem Branchenbuch steckt die Arbeit derer, die es zusammengetragen haben. Diese Sammlung gehört ihnen, auch wenn die einzelne Adresse öffentlich ist. Sie zu kopieren, hieße, fremde Arbeit als eigene auszugeben. Was wir nicht rechtmäßig verwenden dürfen, übernehmen wir nicht, und das gilt für eine Adressliste genauso wie für ein Foto oder einen Text, den jemand anderes geschrieben hat.
Dazu kommt eine Frage der Qualität. Eine kopierte Liste sagt nicht, wann eine Angabe zuletzt geprüft wurde und von wem sie stammt. Betriebe ziehen um, ändern ihre Zeiten oder schließen, und in alten Verzeichnissen stehen sie manchmal noch lange. Wer solche Angaben übernimmt, übernimmt auch ihre Fehler, und niemand kann später sagen, woher sie kamen und ob sie je gestimmt haben.
Wir gehen deshalb den langsameren Weg. Unsere Einträge beruhen heute auf OpenStreetMap, deren Daten offen sind und gekennzeichnet verwendet werden, und auf den Angaben der Betriebe selbst. Das sind weniger Einträge auf einen Schlag, aber jede Angabe hat eine Herkunft, die wir nennen können, und jeder Betrieb kann seinen Eintrag selbst in die Hand nehmen.
Für Betriebe hat das noch einen Vorteil: Was bei uns über sie steht, lässt sich auf eine Quelle zurückführen, und wer seinen Eintrag beansprucht, kann seine Angaben danach selbst pflegen. Findet ein Betrieb eine Angabe, die nicht stimmt, korrigiert er sie selbst; alle anderen melden uns den Fehler. So bleibt ein Eintrag nachvollziehbar, statt zur Abschrift einer Abschrift zu werden.


